FNF-Tage 2026 "Schee wars"
Sven Herdt
24.05.2026 - vor 1 Woche
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Im Frühling 2026 vom 30.04. - 03.05.2026 fand unser erstes größeres Event statt. Im Rahmen der Fokus-Naturfotografie-Tage in Berchtesgadener Land trafen sich 36 Workshopteilnehmer, 6 Fotografen von FNF und Sebastian Thürmer von Thürmer Tours für ein paar kreative und lehrreiche Tage in den Bergen.
(Diese Fototage wurden von Thomas Mohn fotografisch und auch videografisch begleitet. Die folgenden Fotos stammen von ihm.)
Die Vorbereitungen für diesen Event waren wohl länger als für all unsere anderen Fotoreisen. Es begann mit einer Idee, einen Event zu veranstalten bei dem das komplette Team von Fokus-Naturfotografie mit dabei sein würde. Bei so vielen Personen wurde länger über geeignete Destinationen, Tagesabläufe bis hin zur Unterkunft gesprochen. Doch schließlich stand der Plan und als wir damit online gingen war die Veranstaltung auch in weniger als zwei Wochen ausverkauft. Es freute uns riesig, dass das Interesse an unserem Projekt so groß ist. Am 30ten April trafen wir uns dann alle in den Bergen unweit des Königssees. Wir besprachen die kommenden Tage und Kilian Schönberger hielt am ersten Abend einen unterhaltsamen Vortrag über "Scheitern in der Landschaftsfotografie".
Die folgenden Tage begannen immer sehr früh. Um das beste Licht zu nutzen starteten wir schon immer vor 5:00 Uhr. Dabei teilte sich die Gruppe in drei Untergruppen mit je zwei Workshopteilnehmer auf. Während eines Morgens ging es zusammen mit N. Alexander Otto und Sven Herdt an nahegelegene Standpunkte um Blicke auf den schönsten Berg der Umgebung fest zu halten. Wenn das erste Licht auf den Watzmann trifft hat das schon etwas magisches. An diesem Morgen änderten wir des öfteren den Standpunkt und so erhielt man unterschiedliche Vordergründe. Egal ob Blumenwiese oder Kapelle, es war für jeden Geschmack etwas mit dabei.
Ein weiterer Morgen ging an ein fotografisches Highlight dieser Gegend. Der Hintersee ist wohl einer der fotogensten Bergseen der bayerischen Alpen. Florian Warnecke und Kai Hornung zeigten den Kursteilnehmern hier nicht nur den klassischen Blick sondern motivierten auch zu alternativen Standpunkten und Ausschnitten. Vom Klassiker über Details bis zur Tierfotografie war hier vieles geboten. Das Wetter war an jeden Morgen wunderschön und so konnte jede Gruppe eine Spiegelung des Hochkalters mit schönstem Alpenglühen fotografisch festhalten. Ja teilweise war es schon fast zu schön und das ein oder andere Fotowölkchen hätte man sich fast gewünscht.
Wer mit Walter Luttenberger und Kilian Schönberger unterwegs war, wusste nie so genau wo er enden würde. Hier wurde wohl immer fünf Minuten vor Abfahrt die Location dem Wetter angepasst. Einmal ging es auf einen Berggipfel und am nächsten Morgen ins Moor bei Morgennebel. Für Abwechslung und tolle Motive war jedenfalls an allen Tagen gesorgt.
Nach diesen frühen Start am Morgen kam das lang erwartete Frühstück. Danach gab es etwas Zeit zur freien Verfügung. Die einen holten etwas Schlaf nach, während andere einen kleinen Ausflug machten oder ihre Bilder sichteten und bearbeiteten für die Bildbesprechung. Die Bildbesprechung fand täglich im Seminarraum des Hotels statt. Die Bilder wurden intensiv besprochen und das war sicherlich nicht nur für die Kursteilnehmer interessant. Auch die Workshopleiter diskutierten über die Bilder und gaben ihre Sichtweisen ab. Dabei waren sie sich auch nicht immer ganz einig. Aber das macht ja genau diesen Event aus, zu sehen wie unterschiedlich Fotografie praktiziert und auch gesehen werden kann. Neben der Bildbesprechung gab es die Tage auch weitere Vorträge. Egal ob ein technischer Vortrag von Sven Herdt oder ein Kai Hornung der mit seinen Emotionen alle in den Bann zog, es war sicherlich für jeden etwas mit dabei. Zwischendurch wurde uns vom Hotel immer etwas zum Essen vorbereitet und blieb dabei etwas übrig versuchte Sebastian Thürmer auch noch die letzte Semmel an die Leute zu verteilen.
An den beiden Abenden war dann die gemeinsame Gruppe zuerst beim Abendessen und dann zur Fotografie unterwegs. Es ist natürlich eine Herausforderung Locations zu finden bei der knapp 40 Leute ungstört fotografieren können. Aber das gelang wohl ganz gut. Am ersten Abend ging es dabei nach Salzburg und wir fotografierten verschiedene Ansichten über der Stadt während des Sonnenuntergangs und der Blauen Stunde. Jeder fieberte auch dem Vollmond entgegen der über der Festung von Salzburg aufging. Am zweiten Abend fuhren wir auf die höchste Alpenstrasse des Landes. Von hier oben hatten wir einen tollen Rundumblick in die Alpenwelt von Bayern bis tief nach Österreich. Wir genossen zuerst Gespräche und Bayerisches Essen in einer Hütte und danach fotografierten wir diese Szenerie von einem kleinen Gipfel.
Die Tage vergingen wie im Flug. Es war toll mit so viele Personen zu treffen und sich mit ihnen zu unterhalten, welche alle für die Fotografie brennen. Die Kombination aus Fotografie und auch Theorieeinheiten kam gut an. Besonders auch, weil man so die unterschiedlichen Sichtweisen aller Fotografen lernen konnte.
Das war sicherlich nicht der letzte Event und so planen wir schon jetzt eine weitere Runde der FNF-Tage für den Mai 2027.
Hier ist noch eine kleine Auswahl von Bildern der Kursteilnehmer, welche wir zur Verfügung gestellt bekamen um sie zu veröffentlichen.